histaminintoleranz testEinen einfachen Histaminintoleranz Test gibt es leider nicht. Das Thema ist komplexer als etwa eine Lactoseintoleranz. Meist hat man unbestimmte Symptome  und wird mit der Diagnose „Reizdarm“ nach Hause geschickt. Für eine Diagnose sind jedoch verschiedene Verfahren möglich, die teilweise aufeinander aufbauen: Sinnvoll sind ein Ernährungstagebuch, eine Eliminationsdiät und Provokationstests. Mit Blut- und Urintests ist eine zuverlässige Aussage nicht wirklich möglich. Aufschluss zu Ursachen kann ein Stuhltest geben, mit dem die Darmflora untersucht wird.

1. Den Darm checken

Bevor man wild alle möglichen Diäten ausprobiert, empfiehlt sich ein aktueller Status der Darmflora. Oft zeigt die Besiedlung mit verschiedenen Keimen schon, in welche Richtung es gehen kann. Der Test zeigt auch, ob die Darmwand durchlässig ist (Leaky Gut Syndrom) und ob so Giftstoffe ins Blut eindringen können. Der Test ist mit ca. 130 Euro nicht ganz billig, aber als Basis oft sehr hilfreich für den Arzt. Und bevor man beim  Heilpraktiker pro Sitzung 80 Euro zahlt, sollte man in eine Bestandsaufnahme investieren.

Den Test kannst du unter http://www.gesundheitscheck-darm.de anfordern. In den Kosten ist die Auswertung mit eingeschlossen.*

2. Das Ernährungstagebuch als Hilfsmittel für den Histaminintoleranz Test

Eine Aufzeichnung aller Lebensmittel, die man zu sich nimmt, und gleichzeitig aller auftretenden Symptome liefern dem Arzt, dem Ernährungsberater oder der Diätassistentin wertvolle Hinweise. Dafür ist es zunächst wichtig, an den bisherigen Ernährungsgewohnheiten nichts zu verändern. Ins Ernährungstagebuch gehören alle Mahlzeiten beziehungsweise die verzehrten Lebensmittel. Medikamente, die während des gleichen Zeitraums eingenommen werden, müssen ebenfalls aufgeführt werden.

Parallel zu den Lebensmitteln enthält das Ernährungstagebuch alle Beschwerden, die im Testzeitraum auftauchen. Sonstige Erscheinungen, zum Beispiel Infekte, aber auch Monatsblutungen, sollten ebenfalls verzeichnet werden. Das Tagebuch sollte möglichst lückenlos und konsequent über einen längeren Zeitraum geführt werden. Oft stellt sich dann schon heraus, welche Lebensmittel als Auslöser infrage kommen. Damit der Histaminintoleranz Test ausgewertet werden kann, ist eine gute und umfangreiche Fachkenntnis über die Zusammenhänge im Körper notwendig. Ärzte, die nach ganzheitlichen Methoden arbeiten, Heilpraktiker und Fachleute mit ernährungswissenschaftlichem Hintergrund sind in der Lage, die Ergebnisse aus dem Ernährungs- und Symptomtagebuch richtig einzuschätzen.

3. Die Eliminationsdiät

Eine Eliminationsdiät sollte nur unter ärztlicher Aufsicht stattfinden. Dabei handelt es sich um eine zwei- bis vierwöchige Phase, während der ausschließlich genau festgelegte, neutrale Lebensmittel gegessen werden dürfen. Standardmäßig handelt es sich dabei um Nahrungsmittel wie Reis oder Kartoffeln. Die Begleitung durch eine Fachkraft mit diätetischen Kenntnissen ist sinnvoll. Niemals die Eliminationsdiät ohne ärztlichen Rat durchführen! Zur Grundnahrung dürfen einige Lebensmittel kombiniert werden, die aber der Diätberater beziehungsweise der Facharzt oder Allergologe festlegt. Dafür sind genaue Kenntnisse über den jeweiligen Histamingehalt erforderlich. Die Einnahme von Medikamenten muss ebenfalls mit dem Arzt besprochen werden. Falls Antihistaminika eingenommen werden, ist eine vorherige Abklärung auf jeden Fall erforderlich. Schrittweise können wieder weitere Lebensmittel in den Ernährungsplan aufgenommen werden.

4. Mit Provokationstests die Ursache herausfinden

Provokationstests bestehen darin, dass nach der Karenzphase (Eliminationsdiät) bestimmte Lebensmittel und deren Wirkung getestet werden. Auch dafür ist die ärztliche Begleitung unbedingt erforderlich. Es wird immer nur ein bestimmtes Lebensmittel getestet und die Reaktion abgewartet. Vorsicht, es kann zu einem anaphylaktischen Schock kommen – selten, aber möglich. Der Provokationstest kann auch mit Flüssigkeiten durchgeführt werden. Das Verfahren ist aber sehr aufwendig und nur in Spezialkliniken möglich.

4. Blut- und Urintests als Histaminintoleranz Test

Diese beiden Verfahren sind unzulänglich um wirklich eine Diagnise zu stellen. Man kann damit zwar bestimmte Konzentrationen im Körper feststellen. Generell gilt aber, dass der Histaminintoleranz Test auf dem Weg „Ernährungstagebuch, Eliminationsdiät und Provokationstest“ besser funktioniert.

Nicht nur Histamin kann im Blut gemessen werden. Auch das Enzym DAO kann man messen. Ein niedriger DAO-Wert im Blut ist jedoch lediglich ein Indiz, keinesfalls aber Nachweis einer Histaminintoleranz.

Wichtig ist außerdem, dass andere Erkrankungen und Unverträglichkeiten ausgeschlossen werden. Der Arzt wird Tests zur Feststellung von Laktose- und Fruktoseintoleranz sowie Glutenunverträglichkeit und sonstiger allergischen Reaktionen durchführen. Magen- und Darmerkrankungen (z. B. Colitis Ulcerosa, Morbus Crohn) müssen ebenfalls ausgeschlossen werden.

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